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Antirassistisches Bündnis Stormarn

Chronik

Mit dieser Chronik möchten wir Ereignisse mit rechtsextremem Hintergrund im Kreis Stormarn und Umgebung auflisten. Die Chronik wird fortlaufend aktualisiert, erhebt aber keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.

09.11.2012 Thor Steinar-Laden in Glinde darf bleiben
Der Laden "Tonsberg", welcher die unter Rechtsextremen beliebte Modemarke Thor Steinar vertreibt muss nicht schließen. Vor dem Landgericht Lübeck wurde eine Räumungsklage der wegen arglistiger Täuschung abgewiesen. Geklagt hatte die Vermieterin, welche nach eigener Aussage nicht über den Vertrieb der Kleidung informiert werden sei. Seit Eröffnung des Ladens im September 2011 protestiert eine Bürgerinitiative regelmäßig mit Mahnwachen gegen Tonsberg. (Quelle: taz)

01.11.2012 Rechtsextreme Schmierereien in Mölln
In Mölln ist es im Vorfeld des 20. Jahrestages der Brandanschläge auf von türkischen Familien bewohnte Häuser zu rechtsextremen Schmierereien gekommen. Am 23.11.1992 wurden durch zwei rassistisch motivierte Anschläge mehrere Menschen getötet. Seitdem gibt es jedes Jahr Gedenkveranstaltungen an den Jahrestagen in der Stadt, in jedem Jahr kommt es auch zu Reaktionen aus der lokalen rechtsextremen Szene. (Quelle: BeraNet)

10.08.2012 Prozess um "Thor Steinar"-Laden in Glinde
Weiterhin wird im schleswig-holsteinischen Glinde die in extrem rechten Kreisen beliebte Modemarke "Thor Steinar" verkauft; weiterhin wird dies von Protesten begleitet. Vor dem Landgericht Lübeck begann nun ein Gerichtsprozess um den im Sommer 2011 abgeschlossenen Mietvertrag: Geklagt hat der Vermieter, der sich von den Betreibern des Ladens arglistig getäuscht sieht; beim Abschluss des Vertrages sei ihm gezielt verheimlicht worden, was im Laden tatsächlich verkauft werden solle. (Quelle: BeraNet)

26.06.2012 - Rechtsextreme Schmierereien auf Friedhof in Bad Oldesloe
Wie das Stormarner Tageblatt mitteilte, schmierten Unbekannte Hakenkreuze auf Bäume und Grabsteine des Oldesloer Friedhofes. Der Staatsschutz ermittelt. In der Vergangenheit waren mehrfach Rechtsextreme auf dem Friedhof aktiv, um in den beiden Weltkriegen gefallene deutsche Soldaten als "Helden" zu verehren. (Quelle: SHZ, BeraNet)

02.06.2012 - Neonazi-Demonstration in Hamburg mit Beteiligung aus Schleswig-Holstein
Mit ca. 600 Teilnehmern fiel die Beteiligung an der neonazistischen "Kampagnendemonstration" zum "Tag der deutschen Zukunft" in Hamburg niedriger aus als von den Veranstaltern erhofft. Tausende von Nazigegnern beteiligten sich an Gegendemonstrationen. Nachdem die meisten aktiven rechtsextremen "Aktionsgruppen" aus Schleswig-Holstein am 1.Mai nicht mit der NPD durch Neumünster marschieren wollten, liefen zu diesem Anlass wieder viele militante Neonazis aus dem nördlichsten Bundesland neben NPD Funktionären durch Hamburg. (Quelle: BeraNet)

11.05.2012 - Anschlag auf Moschee in Ahrensburg
In der Nacht zu Freitag schlugen Unbekannte Fensterscheiben der Ulu Camii-Moschee in Ahrensburg ein. Der oder die Täter ritzten zudem Hakenkreuze in die Klinkerfassade. (Quelle: BeraNet)

05.05. Rechtsextreme Demonstration in Neumünster fand nicht statt
Nach der ausgefallenen Demonstration am 1.Mai hatte die rechtsextreme NPD für den heutigen Samstag eine neuerliche Demonstration in Neumünster angemeldet. Kurzfristig hatte NPD-Landesvorsitzender Jens Lütke die Versammlung wieder abgesagt. Nur wenige Rechtsextreme fanden daher den Weg nach Neumünster, vereinzelt kam es zu Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten. Bis zu 900 Menschen beteiligten sich an Demonstrationen gegen Rechtsextremismus, die Polizei war mit starken Kräften vor Ort. (Quelle: Polizeipresse, BeraNet)

05.05.2012 - Gewalttätiger "Wahlkampf" durch Rechtsextreme in Stormarn
In der letzten Woche des Wahlkampfes waren gewalttätige Neonazis in Reinfeld und benachbarten Orten unterwegs. Wahlplakate demokratischer Parteien wurden beschädigt und Vertreter der Partei DIE LINKE beleidigt, bedroht und angegriffen. Teilweise waren die Neonazis dabei in Autos mit unkenntlichen Nummernschildern unterwegs. (Quelle: BeraNet)

16.04.2012 - Neonazi-Propaganda und Sachbeschädigungen gegen Grüne in Bargteheide
In der Nacht zu Montag beklebten Unbekannte das Büro der Bargteheider Grünen und Wahlplakate der Partei in der Stadt mit einer Vielzahl rechtsextremer Aufkleber. Die Bargteheider Vorsitzende der Grünen Ruth Kastner vermutet einen Zusammenhang mit einer für Freitag geplanten Veranstaltung der Partei gegen Rassismus und Rechtsextremismus. (Quelle: Bargteheider Markt)

31.03.2012 - Rechtsextreme Kundebungen in Lübeck und Plön
Mit 120 Teilnehmern fiel der jährlich stattfindende geschichtsrevisionistische "Trauermarsch" der rechtsextremen Szene in Lübeck deutlich kleiner aus als in den vorangegangenen Jahren. Kleinere Gruppen von Neonazis reisten aus Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Niedersachsen an, der Großteil der Teilnehmer kam aber aus Schleswig-Holstein. Im Anschluss an ihren stark verkürzten Aufzug in Lübeck reisten ca. 25 Rechtsextreme nach Plön um eine weitere Kundgebung abzuhalten. Insgesamt beteiligten sich fast 3.000 Menschen an Protesten gegen Rechtsextremismus, die Polizei schirmte die Demonstrationen mit einem Großaufgebot ab. Aus einer Wohnung an der Route der Rechtsextremen Demonstration in Lübeck wurde der Hitlergruß gezeigt, der Lautsprecherwagen der NPD war in einen Unfall mit einem Polizeifahrzeug verwickelt. Insgesamt blieb die Situation aber übersichtlich. In der vorangegangenen Nacht waren Reifen eines Werbewagens der SPD vermutlich von Rechtsextremen zerstochen worden. (Quelle: BeraNet)

19.03.2012 - NPD plant den Einsatz von Lautsprecherwagen
Die rechtsextreme NPD plant für den Wahlkampf zur Landtagswahl am 06.Mai den Einsatz von Lautsprecherwagen, ein entsprechender Antrag wurde bei der zuständigen Behörde eingereicht. Der vom Verfassungsschutz dem neonazistischen Flügel der Partei zugerechnete, einschlägig vorbestrafte Landesvorsitzende Jens Lütke möchte so ein breites Publikum erreichen. Höhepunkt des NPD-Wahlkampfes soll nach eigenen Angaben der am 1.Mai geplante Aufmarsch in Neumünster sein. (Quelle: BeraNet)

17.03.2012 - Weiter Verkauf von rechtsextremer Mode in Glinde
Zum wiederholten Mal haben hunderte Glinder gegen den Laden Tonsberg in der Stadt demonstriert. In dem Laden wird Kleidung der bei Rechtsextremen beliebten Marke Thor Steinar verkauft. Seit vielen Monaten protestieren Mitglieder einer Bürgerinitiative gegen Rechts jeden Abend mit einer Mahnwache gegen den Laden. Immer wieder kommt es durch Kunden des Ladens zu Bedrohungen, Beschimpfungen und auch Angriffen auf die Gegendemonstranten. Ein Kunde des Ladens muss sich im April wegen des Zeigens eines Hitlergrußes vor Gericht verantworten. Eine Räumungsklage gegen den Betreiber des Ladens wegen Vortäuschens falscher Tatsachen ist durch den Besitzer der Immobilie eingereicht worden. (Quelle: BeraNet)

02.03.2012 - Erneute Hausdurchsuchungen gegen Rechtsextreme in Ratzeburg
Nach den rechtsextremen Schmierereien und Morddrohungen im Januar in Ratzeburg konnte die Polizei nun nach eigenen Angaben zwei Tatverdächtige Ratzeburger ermitteln. Bei Hausdurchsuchungen gegen die beiden 21- und 24-jährigen Männer wurden selbstgefertigte Sprühschablonen, sowie diverse rechtsextreme Flyer und Aufkleber sichergestellt. Zeugenaussagen hatten die Beamten auf die richtige Fährte geführt. (Quelle: Lübecker Nachrichten)

01.03.2012 - Gerichtsverhandlung wegen Volksverhetzung in Lübeck
Vor dem Amtsgericht Lübeck mussten sich zwei Heranwachsende wegen Volksverhetzung und Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole verantworten. Die beiden vorbestraften jungen Männer waren vergangenen Sommer alkoholisiert und rechtsextreme Parolen gröllend durch Lübecker Straßen gezogen und hatten den Hitlergruß gezeigt. Das Duo räumte die Tat ein, das Gericht verurteilte die beiden zu je 50 Stunden gemeinnütziger Arbeit sowie zu Beratungsgesprächen bei Suchtberatung und Jobcenter. (Quelle: BeraNet)

18.02.2012 - Bundesweite Neonazikampagne sichtbar in Stormarn
Unbekannte haben in mehreren Ortschaften im Norden des Kreises Stormarn rechtsextreme Flugblätter verteilt und in Briefkästen gesteckt. Die Flugblätter gehören zu einer von süddeutschen und schleswig-holsteinischen Neonazis getragenen Kampagne, die die Verbrechen der Zwickauer Terrorzelle leugnet und eine "Rückführung aller in Deutschland lebenden Ausländer" fordert. Im Süden Deutschland tauchten die gleichen Flugblätter auf. In einigen Orten im Norden Stormarns tauchen derzeit wieder verstärkt rechtsextreme Aufkleber im Straßenbild auf. (Quelle: BeraNet)

13.02.2012 - Rechtsextreme Schmierereien in Lübeck
In der Nacht zum 13.02. wurden in Lübeck-Eichholz und über die Landesgrenze bis nach Mecklenburg-Vorpommern diverse rechtsextreme Parolen und Symbole gesprüht. Die Täter konnten bisher nicht ermittelt werden. (Quellen: Polizeipresse, Lübecker Nachrichten)

02.02.2012 - NSU auf Facebook
Über Facebook bot ein Schleswiger Neonazi T-Shirts mit der Aufschrift "NSU Schleswig-Holstein" an. Auf der Rückseite der T-Shirts ist das Bild eines Maskierten mit Maschinengewehr und die Aufschrift "Terrortour Deutschland" zu sehen. Die rechtsextreme Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" ermordete zwischen 2000 und 2007 bundesweit zehn Menschen und ist für eine Vielzahl von Banküberfällen verantwortlich. Die Facebook-Seite ist mittlerweile gesperrt. (Quelle: Taz, SHZ, BeraNet)

28.01.2012 - NPD-Stand in Bad Bramstedt
Drei Mitglieder der NPD führten am Samstag einen "Büchertisch" auf dem Bad Bramstedter Wochenmarkt durch. Mit der als politische Kundgebung angemeldeten Aktion wollte die rechtsextreme Partei offenbar gegen den Euro Stimmung machen. Der Büchertisch verlief ohne Zwischenfälle. (Quelle: Kieler Nachrichten)

19.01.2012 - Razzia gegen rechtsextreme Szene in Ratzeburg
Im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der rechtsextremen Szene und Polizeibeamten zu Sylvester in der Innenstadt und den Angriffen und Bedrohungen der vergangenen Wochen durchsuchte die Polizei nun mehrere Wohnungen. Die Wohnungen befinden sich in einem Haus in der Innenstadt, das der Neonaziszene der Stadt seit Jahren als Anlaufpunkt dient. Unter anderem wurden Mobiltelefone, Computer und Farbspraydosen beschlagnahmt. (Quelle: Polizeipresse)

17.01.2012 - Durchsuchung wegen Hassvideos in Lübeck
Die Polizei durchsuchte heute die Wohnung eines mutmaßlichen Rechtsextremen in Lübeck. Dieser räumte ein, selbstgefertigte Videos ins Internet gestellt zu haben, in denen dunkelhäutige Menschen und migrantische Institutionen hinter Fadenkreuzen zu sehen sind. Unterlegt sind die Bilder mit rassistischen Kommentaren. (Quelle: Polizeipresse)

13.01.2012 - Rechtsextreme Drohungen und Angriffe in Ratzeburg
In der Nacht zum 13.01. kam es in Ratzeburg zu diversen zielgerichteten Sachbeschädigungen und Schmierereien. Unter anderem waren ein Wohnhaus und ein Privatauto eines Mitgliedes des Ratzeburger Bündnisses gegen Rechtsextremismus betroffen. Außerdem wurde eine Vielzahl rechtsextremer Parolen, sowie Morddrohungen gegen den Ratzeburger Bürgermeister und den Vorsitzenden des Bündnisses gesprüht. (Quelle: BeraNet)

07.01.2012 - Rechtsextreme Parolen und Randale bei Fußballspiel
Beim Hallenfußball-Turnier in der Hamburger Sporthalle skandierten Fans des VFB Lübeck rechtsextreme Parolen. Anschließend kam es zu wechselseitigen Angriffen und Auseinandersetzungen mit eher linksgerichteten Fans des FC St. Pauli. 40 Menschen wurden verletzt. (Quellen: Taz, Hamburger Morgenpost)

01.01.2012 - Rechtsextreme Randale in Ratzeburg
Gegen Mitternacht skandierte eine Gruppe von 10-15 Personen in der Ratzeburger Innenstadt rechtsextreme Parolen. Anschließend kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, in deren Verlauf die Polizei Pfefferspray einsetzte und ein Dienstwagen beschädigt wurde. Vier mutmaßliche Neonazis aus Mölln und Ratzeburg wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen. (Quelle: Polizeipresse)

01.01.2012 - Angriff auf Synagoge in Lübeck
In der Silvesternacht wurden vier Fenster der Lübecker Synagoge eingeworfen. Zwei tatverdächtige Männer wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen. Die beiden deutschen Staatsbürger, einer der beiden stammt aus Tunesien, räumten die Tat ein. (Quelle: Lübecker Nachrichten, Polizeipresse)